15.11.2025
Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt zwischen gespielter Heiterkeit, ehrlicher Vaterliebe und menschlichen Abgründen, auf die Giuseppe Verdi seinen Protagonisten Rigoletto schickt. Regisseurin Ute M. Engelhardt blickt hinter die Fassade des Spaßmachers und in den Rachen der verrohten Gesellschaft, in der sich der Titelheld bewegt.
Der politisch denkende Komponist wählte mit Victor Hugos Drama Le Roi s’amuse (Der König amüsiert sich) ein Werk zur Vorlage seines Melodrammas, das sich ganz den Zusammenhängen von Hierarchie und Machtmissbrauch widmet. Auf der Suche nach emotionaler Wahrhaftigkeit in der Musik kontrastierte Verdi seelenkundig die zarte Liebe Gildas mit den Traumata und Abgründen Rigolettos – eines Menschen am Rande der Gesellschaft und Gefangener eines höfischen Systems, aus dem es kein Entrinnen gibt.
Nikita Ivasechko gibt in seiner zweiten Spielzeit als festes Ensemblemitglied des Hauses sein Debüt als Marullo, Höfling am Hof des Herzogs von Mantua und skrupelloser Mitverschwörer, der federführend an der Entführung Gildas beteiligt ist …
Besetzung
Pavel Petrov, Herzog
Nicoloz Lagvilava, Rigoletto
Ekaterina Solunya, Gilda
Daeho Kim, il Conte Monterone
Lovro Korošec , Il conte di Ceprano
Agustina Calderón, La contessa di Ceprano
Nikita Ivasechko, Marullo
Janwei Liu, Borsa
Wilfried Zelinka, Sparafucile
Neira Muhić, Maddalena
Leah Bedenko, Giovanna
Vassilis Christopoulos | Ulises Maino, Musikalische Leitung
Ute M. Engelhardt, Inszenierung
Stephanie Rauch, Bühne
Katharina Tasch, Kostüme
Stefan Schlagbauer, Licht
Christian Hagemann, Dramaturgie
Johannes Köhler, Chor
Grazer Philharmoniker
Herrenchor der Oper Graz
Statisterie der Oper Graz