03.07.2026
Die Mezzosopranistin Olivia Vermeulen zählt zu den profiliertesten Interpretinnen des Barock- und Klassikrepertoires. Mit ihrer stilistischen Souveränität und ausdrucksstarken Gestaltungskraft ist sie regelmäßig auf den großen europäischen Konzertbühnen zu erleben und widmet sich sowohl bekannten Meisterwerken als auch der Aufführung seltener Werke des 18. Jahrhunderts: So nun auch der Fall mit Niccolò Jommellis Didone Abbandonata, welche im Rahmen der diesjährigen Ludwigsburger Schlossfestspiele an den historischen Wirkungsort des Komponisten zurückkehrt und vom Freiburger Barockorchester unter Leitung von Francesco Corti in einer fein nuancierten und historisch informierten Lesart widergegeben wird.
Jommelli wirkte von 1753 bis 1769 als Hofkapellmeister in Ludwigsburg und prägte die Entwicklung der Opera seria entscheidend. Mit Didone abbandonata schuf der Komponist ein Meisterwerk, das nicht nur durch seine dramatische Tiefe, sondern auch durch seine musikalische Raffinesse besticht. 1747 in Rom erstmals aufgeführt, überarbeitete Jommelli seine Didone für die Ludwigsburger Aufführung gründlich. Die württembergische Fassung von 1763 ist musikalisch besonders prachtvoll ausgestaltet und spiegelt seine Rolle als Komponist im Zeitgeist zwischen Reform und Repräsentation.
Besetzung
Jone Martínez, Didone
Maayan Licht, Enea
Olivia Vermeulen, Selene
Valerio Contaldo, Iarba
Leandro Marziotte, Araspe
Suzanne Jerosme, Osmida
Francesco Corti, Musikalische Leitung
Nina Brazier, Szenische Einrichtung
Freiburger Barockorchester