Christiane Karg © Gisela Schenker
Christiane Karg © Gisela Schenker
SOPRAN

Christiane Karg

Vertretung: Österreich

BIOGRAPHIE

Die in Feuchtwangen geborene Sopranistin Christiane Karg studierte am Salzburger Mozarteum bei Prof. Heiner Hopfner sowie in der Liedklasse von Prof. Wolfgang Holzmair und wurde für ihren Masterabschluss im Fach Oper/Musiktheater mit der Lilli-Lehmann-Medaille ausgezeichnet. Noch während ihres Studiums gab sie ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen und ist dort seither gern gesehener Gast, zuletzt 2018 als Pamina in einer Neuproduktion von Wolfgang Amadeus Mozarts Die Zauberflöte.

Nach einem ersten Engagement im Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper wechselte sie ins Ensemble der Oper Frankfurt. Mittlerweile gastiert sie weltweit mit den großen Partien ihres Fachs: in London am Royal Opera House Covent Garden als Pamina, an der Lyric Opera Chicago und an der Met in New York als Susanna, an der Mailänder Scala als Sophie und Euridice, an der Wiener Staatsoper als Mélisande (Pelléas et Mélisande) und an der Hamburgischen Staatsoper als Pamina, Mélisande und Daphne. Neu im Repertoire: die Fiordiligi in Così fan tutte an der Bayerischen Staatsoper in München, die Micaëla in einer Neuproduktion von Carmen an der Berliner Staatsoper unter Daniel Barenboim und die Contessa in Mozarts Le nozze di Figaro in Hamburg sowie im Rahmen der Salzburger Mozartwoche 2020. Im Herbst 2020 wäre sie erneut, diesmal als Pamina, an der Metropolitan Opera in New York zu erleben gewesen, was aufgrund der pandemiebedingten Schließung des Hauses nicht realisiert werden konnte.

Auch für die großen Konzertpartien ihres Fachs ist Christiane Karg international gefragt. Zu ihren bisherigen musikalischen Partnern zählen Dirigenten wie Ivor Bolton, Herbert Blomstedt, Christoph Eschenbach, Andrés Orozco-Estrada, Iván Fischer, Daniel Harding, Nikolaus Harnoncourt, Thomas Hengelbrock, Manfred Honeck, Mariss Jansons, Marek Janowski, Andrew Manze, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Yannick Nézet-Séguin und Christian Thielemann. Dabei arbeitet sie mit bedeutenden Orchestern wie den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, der Staatskapelle Dresden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Accademia di Santa Cecilia in Rom, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Rotterdam Philharmonic, dem Philadelphia Orchestra, den Bamberger und Wiener Symphonikern sowie den Münchner Philharmonikern. Projekte der aktuellen Spielzeit beinhalten u.a. eine Tournee mit Liedern und Konzertarien von Mozart unter Leitung von Leif Ove Andsnes und mit Mitgliedern des Mahler Chamber Orchestra, Beethovens Neunte Symphonie mit dem Gewandhaus Leipzig unter Andris Nelsons, Ravels Shéhérazade mit dem Orchestre de la Suisse Romande unter Jonathan Nott, eine Tournee mit Mahlers Vierter Sinfonie und Wagners Das Rheingold (konzertant) mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin, Mahlers Rückert-Lieder mit dem NDR unter Petr Popelka, ausgewählte Lieder aus „Des Knaben Wunderhorn“ mit dem Sinfonieorchester Basel unter Ivor Bolton, sowie Liederabende in u.a. Feuchtwangen, Santiago, Stuttgart und London.

Ihre Leidenschaft zum Liedgesang und zu kammermusikalischen Projekten pflegt die Sopranistin in besonderer Weise. Sie ist regelmäßig zu Gast bei der Schubertiade in Hohenems/Schwarzenberg sowie der Londoner Wigmore Hall, welche der Künstlerin in 2019/2020 eine eigene Residency widmete, und gestaltet Liederabende u.a. am Wiener Musikverein, in Tokyo und Santiago de Compostela. Zusätzlich zu ihren zahlreichen Engagements konzipiert und verantwortet Christiane Karg als künstlerische Leiterin des Festivals KunstKlang eine eigene Konzertreihe in ihrer Heimatstadt Feuchtwangen und setzt sich mit großem Engagement mit ihrem Projekt „be part of it! – Musik für Alle“ für Musikvermittlung bei Kindern und Jugendlichen ein. Für ihre Verdienste wurden der Künstlerin der Kulturpreis Bayern in der Kategorie Kunst sowie kürzlich der Brahms-Preis der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. verliehen.

Im Frühjahr 2017 veröffentlichte Christiane Karg beim Label Berlin Classic ihre von der Presse hoch gepriesene Solo-CD Parfum mit Vertonungen von Gedichten von Charles Baudelaire, Leconte de Lisle, Paul Verlaine, Tristan Klingsor und Victor Hugo. Außerdem erhielt sie den begehrten Echo Klassik für ihre Aufnahme von Le nozze di Figaro unter Yannick Nézet-Séguin in der Kategorie Operneinspielung des Jahres. Neben dieser Auszeichnung wurden ihre CD Scene! mit dem Barockensemble Arcangelo unter Jonathan Cohen sowie ihre erste Lied-CD „Verwandlung – Lieder eines Jahres“ in der Kategorie "Solistische Einspielung" mit dem renommierten Musikpreis geehrt. Ihre Einspielungen Amoretti mit Arien von Wolfgang Amadeus Mozart, Christoph Willibald Gluck und André Grétry, sowie Heimliche Aufforderung mit Liedern von Richard Strauss liegen ebenfalls bei Berlin Classic vor. Zuletzt neu auf dem Markt war die beim Label Harmonia Mundi erschienene und von Pablo Heras–Casado geleitete Neunte Sinfonie samt Chorphantasie op. 80 von Ludwig van Beethoven mit dem Freiburger Barockorchester. Ein neues Solo-Album mit Liedern von Gustav Mahler und begleitet von Malcolm Martineau ist zuletzt im Herbst 2020 bei Harmonia Mundi erschienen.

2021 | 2022

www.christianekarg.com

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DISKOGRAPHIE

Album Cover

Gustav Mahler - Erinnerung
Gustav Mahler: Lieder
Christiane Karg, Sopran
Malcolm Martineau, Klavier
Label: Harmonia Mundi | 2020

Mehr auf store.harmoniamundi.com

Album Cover

Christiane Karg: Parfum
Werke von Maurice Ravel, Claude Debussy, Benjamin Britten, Charles Koechlin, Henri Duparc
Bamberger Symphoniker
Dirigent: David Afkham
Label: Berlin Classics | 2017

Mehr auf berlin-classics-music.com

Album Cover

Portrait: Arien & Lieder
Werke von Christoph Wilibald Gluck, Clara Schumann, Richard Strauss, Robert Schumann, Wolfgang Amadeus Mozart u. a.
Ensemble Arcangelo
Label: Berlin Classics | 2016

Mehr auf berlin-classics-music.com

Album Cover

Robert Schumann & Johannes Brahms
Klavier: Malcolm Martineau
Label: Wigmore Hall Live | 2016

Mehr auf wigmore-hall.org.uk

VIDEOS

KALENDER

Christiane Karg, Sopran
Siyabonga Maqungo, Tenor
Ulrike Payer, Klavier


Arien und Lieder in Memoriam Joseph Schmidt

1933: Joseph Schmidt ist in Deutschland ein Star. Durch das Radio und dank zahlreicher Schallplatten erreicht er mit seiner Stimme größte Popularität. Sein Gesicht ziert alle großen Illustrierten. Seine Konzerte sind immer ausverkauft. Mit dem Tonfilm wird aus dem Star ein Superstar! Mit dem Film „Ein Lied geht um Welt“ hat es der nur 1,50 Meter große Sänger endgültig geschafft. Doch schon 1934 flieht Schmidt nach Wien, denn sein immenser Erfolg ist im nationalsozialistischen Deutschland nicht gern gesehen. 1937 gibt er sein letztes Berliner Konzert – die Welt hingegen will ihn. In den USA wird er zum Star, in Deutschland werden nun auch seine Filme verboten. Er geht nach Brüssel, wo er das einzige Mal in seinem Leben auf der Opernbühne steht – als Rudolfo in La Bohème. Nach dem die Deutschen die Benelux-Staaten überfallen, flüchtet er nach Südfrankreich und wartet auf eine Überfahrt nach Kuba. Die Ausreise misslingt. Illegal reist Schmidt in die Schweiz – beinahe mittellos. Als Staatenloser bricht er auf der Straße zusammen und wird von der Polizei in ein Flüchtlingslager verbracht, wo er am 16. November 1942 an Herzversagen stirbt. Siyabonga Maqungo, Solist an der Staatsoper Unter den Linden, und Christiane Karg ehren diesen Ausnahmekünstler mit einigen Werken, die ihn unvergessen machen und mit Kompositionen von Max Kowalski.

MEHR INFORMATION & TICKETS

Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester A-Dur KV 488
Wolfgang Amadeus Mozart: Ch’io mi scordi di te ... Non temer, amato bene / Szene mit Rondo für Sopran mit obligatem Klavier und Orchester KV 505
Wolfgang Amadeus Mozart: Maurerische Trauermusik c-Moll KV 479a
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester c-Moll KV 491

Christiane Karg, Sopran
Leif Ove Andsnes Klavier und Leitung
Violine und Leitung Matthew Truscott
Mahler Chamber Orchestra

Im kurzen, unglaublich produktiven Leben von Wolfgang Amadeus Mozart zählen die Jahre 1785 und 1786 zu den besonders ertragreichen. Gerade die Klavierkonzerte aus jener Zeit zeugen von seinem ungebändigten kreativen Geist. Solist und Orchester treten darin in einen gleichberechtigten Dialog und begegnen sich auf Augenhöhe. So hob Mozart das Genre auf eine neue Stufe und ebnete Beethoven und seinen Nachfolgern den Weg. Auch Leif Ove Andsnes und das Mahler Chamber Orchestra werden in ihrem gemeinsamen Projekt »Mozart Momentum 1785/1786« einmal mehr zu Partnern auf Augenhöhe und präsentieren an drei Abenden Klavierkonzerte, Kammermusik und Lieder aus Mozarts Schaffensrausch.

Im heutigen zweiten Programm leitet Andsnes das Orchester in zwei Solokonzerten vom Klavier aus. Daneben erklingt die düster-getragene »Maurerische Trauermusik«, die Mozart – selbst Freimaurer – für das Ableben zweier Logenbrüder komponierte. Außerdem ist die Sopranistin und gefeierte Mozart-Interpretin Christiane Karg in der berühmten Konzertarie »Ch’io mi scordi di te« zu hören, über die der erste Mozart-Biograf Alfred Einstein schrieb: »Mozart goss seine ganze Seele in diese Komposition.«

MEHR INFORMATION & TICKETS

Wolfgang Amadeus Mozart: Klaviertrio B-Dur KV 502
Wolfgang Amadeus Mozart: Lied der Freiheit KV 506
Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zufriedenheit KV 473
Wolfgang Amadeus Mozart: Das Veilchen KV 476
Wolfgang Amadeus Mozart: Lied zur Gesellenreise KV 468
Wolfgang Amadeus Mozart: Der Zauberer KV 472
Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierquartett Es-Dur KV 493

Christiane Karg, Sopran
Leif Ove Andsnes, Klavier und Leitung
Mitglieder des Mahler Chamber Orchestra

Als Wolfgang Amadeus Mozart 1781 nach Wien geht, ist die Stadt vielleicht die aufregendste Metropole Europas: Seit der Einführung der Pressefreiheit im Jahr 1781 gibt es hier Lesestoff für Jedermann, vom philosophischen Traktat bis hin zu Belletristik jeglicher Art. Bürger und Adel treffen sich in literarischen Salons und Freimaurerlogen, um über Kunst, Philosophie und Wissenschaft zu debattieren. Mit allen Sinnen saugt Mozart das vielfältige und diskursfreudige kulturelle Klima der Stadt auf und komponiert neuartige und bahnbrechende Werke in den verschiedensten Gattungen.

Und so durchweht ein Hauch von aufklärerischem Geist auch die 1785 und 1786 entstandenen Lieder und Kammermusikwerke, die Leif Ove Andsnes mit Musikern des Mahler Chamber Orchestra und der wunderbaren Sopranistin Christiane Karg im Kleinen Saal der Elbphilharmonie als Teil seiner Konzertserie »Mozart Momentum 1785/1786« präsentiert. Gleichberechtigt stehen die vier Instrumente des Es-Dur-Klavierquartetts nebeneinander. Und auf Augenhöhe mit Adel und Fürsten fühlt sich auch das lyrische Ich der 1785 entstandenen Lieder, wenn es von Freiheit, Gleichheit und dem Streben nach Erkenntnis und Licht singt.

MEHR INFORMATION & TICKETS

Wolfgang Amadeus Mozart: Ch’io mi scordi di te ... Non temer, amato bene / Szene mit Rondo für Sopran mit obligatem Klavier und Orchester KV 505

Christiane Karg, Sopran
Leif Ove Andsnes, Klavier und Leitung
Matthew Truscott, Violine und Leitung

MEHR INFORMATION & TICKETS

Wolfgang Amadeus Mozart: Ch’io mi scordi di te ... Non temer, amato bene / Szene mit Rondo für Sopran mit obligatem Klavier und Orchester KV 505

Christiane Karg, Sopran
Leif Ove Andsnes, Klavier und Leitung
Matthew Truscott, Konzertmeister und Leitung

MEHR INFORMATION & TICKETS
 

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Vertretung: Österreich

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