Olivia Vermeulen © Felix Broede
Olivia Vermeulen © Felix Broede
MEZZOSOPRAN | ALT

Olivia Vermeulen

Vertretung: Welt

BIOGRAPHIE

"Die wunderbare Olivia Vermeulen scheidet als Abel rollenbedingt zu früh aus; der Klarheit ihres Mezzosoprans und des subtilen Ausdrucks ihres Vortrags wird man nicht müde."

Berliner Zeitung, 4. November 2019 | Kritik zu Scarlattis "Il primo omicidio" an der Staatsoper unter den Linden

Die niederländische Mezzosopranistin Olivia Vermeulen studierte bei Mechtild Böhme in Detmold und bei Julie Kaufmann in Berlin. Sie besuchte Liedklassen von Wolfram Rieger und Axel Bauni sowie Meisterkurse bei Andreas Scholl, Thomas Quasthoff, Dietrich Fischer-Dieskau und Irwin Gage. Gesangstechnisch wird sie heute von Margreet Honig betreut.

Olivia Vermeulen hat sich in den letzten Jahren als vielseitige Solistin auf internationaler Ebene etabliert. So gab sie als Turno in Agostino Steffanis L’Amor vien dal destino unter Leitung von René Jacobs ihr Debüt an der Berliner Staatsoper, ging mit dem Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer mit Mozarts Die Zauberflöte auf Europatournee und gastierte unter Daniel Harding und dem London Symphony Orchestra in Schumanns Szenen aus Goethes Faust in der Londoner Barbican Hall. Gleichermaßen ist sie auch eine gefragte Interpretin zeitgenössischer Musik: So debütierte sie 2017 bei der Ruhrtriennale im Rahmen der Weltpremiere von Philippe Manourys Kein Licht mit Texten von Elfriede Jelinek. Mit der Musikfabrik Köln unter Peter Eötvös gastierte sie in der Berliner Philharmonie im Rahmen des Musikfestes Berlin und beim renommierten Kissinger Sommer, wo sie unter anderem Lieder von Wolfgang Rihm uraufführte. Bei den Bregenzer Festspielen wirkte sie als Saiko in der Weltpremiere von Thomas Larchers Das Jagdgewehr mit.

Auftritte der vergangenen Spielzeiten umfassen eine Tournee als Cherubino in Mozarts Le nozze di Figaro sowie ihr Rollendebüt als Donna Elvira in dessen Don Giovanni, beides mit dem Freiburger Barockorchester unter Leitung von René Jacobs. Darüber hinaus trat sie mit Jörg Widmann bei der Salzburger Mozartwoche auf und war am Pariser Théâtre des Champs-Elysées sowie am Concertgebouw Amsterdam in Mozarts c-Moll Messe unter Masaaki Suzuki zu hören. Mit demselben Werk, diesmal unter Leitung von Daniel Harding, gab sie auch ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern. 2018/2019 folgte ihr Hausdebüt an der Opéra National de Paris als Abel in Alessandro Scarlattis Oper Il primo omicidio unter Leitung von René Jacobs, womit sie auch an der Berliner Staatsoper zu sehen war. Auf der konzertanten Opernbühne war sie u.a. unter Pablo Heras-Casado als Fjodor in Mussorgskis Boris Godunow am Concertgebouw Amsterdam zu hören.

Olivia Vermeulen übernahm darüber hinaus die Rolle des Ramiro in Mozarts La finta giardiniera unter Andrew Parrott mit dem Münchner Rundfunkorchester, sang die Titelpartie in Händels Teseo sowie den Annio in Mozarts La clemenza di Tito in Moskau, und war in der Titelpartie von Vivaldis Arsilda am Grand Théâtre Luxembourg, der Opéra de Lille und der Opéra Royal Versailles zu erleben. Des Weiteren sang sie den Cherubino in einer Produktion des Festival Aix-en-Provence an der Opéra de Dijon unter Jonathan Cohen und gastierte in derselben Produktion unter Andreas Spering in Bahrain. Weitere zentrale Partien ihres Repertoires sind die Titelpartie in Händels Ariodante, Sesto in dessen Giulio Cesare, Idamante in Mozarts Idomeneo und Zerlina in Don Giovanni, Angelina in Rossinis La Cenerentola, Hänsel in Humperdincks Hänsel und Gretel und L’Enfant in Ravels L’enfant et les sortilèges.

Mit großer Leidenschaft widmet sich Olivia Vermeulen als international gefragte Konzertsängerin dem Repertoire der Klassik und Barock. So konzertierte sie in Tokio unter Masaaki Suzuki in Bachs Matthäus Passion und Mozarts c-Moll Messe (letztere ist als CD beim Label BIS Records erschienen und wurde mit einem Gramophone Award ausgezeichnet) und war auf einer Tournee mit Bachs Weihnachtsoratorium unter Helmuth Rilling zu hören. In der Bearbeitung Felix Mendelssohn-Bartholdys erklang Bachs Matthäus Passion mit Olivia Vermeulen auch im Rahmen des Schleswig-Holstein Musikfestivals unter Leitung von Masaaki Suzuki. Ihre Zusammenarbeit mit dem Bach Collegium Japan fand darüber hinaus ihre Fortsetzung mit Händels Messiah.

 

Ein Konzert mit Auszügen aus Strauss‘ Ariadne auf Naxos unter Iván Fischer in Budapest und Vicenza war einer der letzten Höhepunkte, bevor verschiedene Lockdowns in Zusammenhang mit der weltweiten Ausbreitung von Covid-19 weitere geplante Auftritte unmöglich machten – darunter eine Tournee mit dem belgischen B’Rock Orchestra nach Rouen, Clermont-Ferrand, Antwerpen und Den Haag sowie, gemeinsam mit der Nederlandse Bachvereniging, eine große Tournee mit Bachs Matthäus Passion unter Leitung von René Jacobs. Auch auf der Opernbühne konnte Olivia Vermeulens geplantes Hausdebüt an der Oper Zürich als Idamante in Mozarts Idomeneo nicht wie geplant realisiert werden.

In der aktuellen Spielzeit liegt einer der Schwerpunkte von Olivia Vermeulens künstlerischem Schaffen auf dem Konzert und dem Lied, letzteres auch als Fortführung ihres vielbeachteten, mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik und dem Edison Klassiek – Preis ausgezeichneten Soloalbums „Dirty Minds“, welches sie und ihren Liedpartner Jan Philip Schulze u.a. zum Oxford Lieder Festival, zum Internationalen Lied Festival Zeist, ans Gesellschaftshaus Magdeburg und an das Internationale Kunstzentrum deSingel in Antwerpen führt. Am Brucknerhaus Linz ist sie hingegen in einem der Zweiten Wiener Schule gewidmeten Liederabend zu hören, mit Werken von Zemlinsky, Webern, Schönberg und Berg. Gleich zweimal – nämlich beim Orchestra of the Eighteenth Century und beim Residentie Orkest – tritt sie als Solistin in Bachs Matthäus Passion in Erscheinung, während sie bei den Internationalen Barocktagen auf Stift Melk gemeinsam mit dem Concentus Musicus unter Stefan Gottfried sowohl als Sorceress in Purcells Dido and Aeneas als auch in einer Solomatinee mit Werken von Geminiani, Händel, Pepusch u.a. („Londons Gastarbeiter“) zu erleben ist. Darüber hinaus komplettiert sie, nach Cherubino in Le nozze di Figaro und Donna Elvira in Don Giovanni, im Rahmen einer Spanientournee ihre persönliche Mozart-Da Ponte–Trilogie mit ihrem Debüt als Dorabella in Così fan tutte unter Leitung von René Jacobs, und ist zu Beginn der Spielzeit 2022/2023 in einer Neuproduktion von Vivaldis Il Giustino an der Berliner Staatsoper zu erleben.

Olivia Vermeulen arbeitete im Laufe ihrer bisherigen Karriere mit vielen namhaften Dirigenten wie Frans Brüggen, Alessandro De Marchi, Iván Fischer, Reinhard Goebel, Enoch zu Guttenberg, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Marek Janowski, Konrad Junghänel, Andrea Marcon, Tomáš Netopil, Michael Schønwandt, Markus Stenz und Lothar Zagrosek, und gastierte bei Festivals wie u.a. den Opernfestspielen München, dem Rheingau Musik Festival, dem Festival Rheinvokal, dem Musikfest Stuttgart und den Händel-Festspielen Halle.

Zahlreiche Rundfunk- und CD-Einspielungen dokumentieren die Arbeit dieser vielseitigen Sängerin. Ihr vielbeachtetes erstes Soloalbum mit dem Titel “Dirty Minds” ist im Februar 2020 beim niederländischen Label Challenge Records erschienen. Mit diesem Programm gab sie im Februar 2020 ihr vielbeachtetes Debütrecital am Amsterdamer Concertgebouw und ließ im Februar 2022 ihr zweites – ebenfalls bei Challenge Records erschienenes - Soloalbum mit dem Titel „Hello Darkness“ folgen.

2021 | 2022

www.oliviavermeulen.com

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DISKOGRAPHIE

Album Cover

Dirty Minds
Lieder von Purcell, Mozart, Schubert, Schumann, Schönberg, Berg, Eisler u.a.
Olivia Vermeulen, Mezzosopran
Jan Philip Schulze, Klavier
Label: Challenge Records International | 2020

Mehr auf www.challengerecords.com

Album Cover

Edition musikFabrik 15 - Sturm
Olivia Vermeulen, Peter Schöne, Peter Brötzmann, Dirk Rothbrust, Marino Pliakas,
Ensemble Musikfabrik
Dirigenten: Jean Deroyer, Emilio Pomarico, Christian Eggen
Label: Wergo | 2019

Mehr auf de.schott-music.com

Album Cover

John Eccles: The Mad Lover
Werke von John Eccles, Gottfried Finger
Capella Orlandi Bremen
Dirigent: Thomas Ihlenfeldt
Label: CPO | 2018

Mehr auf www.jpc.de

Album Cover

Georg Friedrich Händel: Didone Abbandonata
Robin Johannsen, Olivia Vermeulen, Namwon Huh, Antonio Giovannini, Julia Böhme, Polina Artsis
Lautten Compagney
Dirigent: Wolfgang Katschner
Label: Deutsche Harmonia Mundi | 2018

Mehr auf www.jpc.de

VIDEOS

KALENDER

Henry Purcell: Dido and Aeneas

Wallis Giunta, Dido
Michael Schade, Aeneas
Johanna Wallroth, Belinda
Olivia Vermeulen, Sorceress

Stefan Gottfried, Dirigent
Alexander Hauer, Regie
Concentus Musicus Wien
Smaragd | Kammerchor des Anton Bruckner Instituts

Zur Eröffnung der Internationalen Barocktage Stift Melk hält die Antike Einzug in die Stiftskirche. Mit Purcells ›Dido and Aeneas‹, seiner brillanten Oper und zugleich eines der zentralen Werke der Musikgeschichte, nimmt sich das Festival des Liebens und Leidens eines Paares an, dem ein gemeinsames Glück nur einen kurzen Augenblick lang gegönnt ist. Das Schicksal der Liebenden mündet schließlich in einen der ergreifendsten Momente, die je komponiert wurden. Der Concentus Musicus Wien unter seinem Dirigenten Stefan Gottfried und eine Riege an herausragenden Sängerinnen und Sängern lassen den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Erstmals auf dem Podium der Stiftskirche steht das Vokalensemble Nrebew Consort im Rahmen einer zukunftsweisenden Zusammenarbeit mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. In dieser semikonzertanten Aufführung wird das Barocktagepublikum Zeuge einer berührenden Liebesgeschichte im Herzen des Stiftes Melk.

MEHR INFORMATION & TICKETS

Olivia Vermeulen, Mezzosopran
Stefan Gottfried, Leitung (Cembalo)
Concentus Musicus Wien

Werke von Francesco Geminiani, Georg Friedrich Händel, Johann Christoph Pepusch u.a.

London galt als einer der größten Umschlagplätze für Musik; gefeierte Musikschaffende wurden aus aller Welt ›importiert‹ oder gelangten dort zu Ruhm. Besonders einer dieser Gäste bestimmte die Musikgeschichte Londons maßgeblich mit …
Nach mehreren musikalischen Stationen Europas schließlich in London angekommen, stieg Georg Friedrich Händel innerhalb kürzester Zeit zum wohl schöpferischsten Komponisten und Theatermanager dieser Kulturmetropole auf. Aber er war nicht der Einzige, der den Puls der Zeit verstand und auf geschickte Weise darauf einging!
Stefan Gottfried und der Concentus Musicus Wien widmen sich in ihrem neuen Barocktage-Programm der Musik Händels sowie der seiner befreundeten Kollegen, aber auch der seiner Rivalen. Sie alle führte ihr musikalischer Weg quer durch Europa, bevor ihre Meisterwerke in England auf fruchtbaren Boden fielen.

MEHR INFORMATION & TICKETS

Olivia Vemeulen, Mezzosopran
Jan Philip Schulze, Klavier

MEHR INFORMATION & TICKETS

Philippe Manoury: Kein Licht

Mélanie Boisvert, Sopran
Olivia Vermeulen, Mezzosopran
Christina Daletska, Alt
Lionel Peintre, Bariton
Niels Bormann | Katharina Schubert, Schauspieler

Vocal Quartett Croation
Natonal Theater Zagreb
United Instruments of Lucilin

Julien Leroy, Musikalische Leitung
Nicolas Stemann, Regie
Elfriede Jelinek, Text

MEHR INFORMATION & TICKETS

Philippe Manoury: Kein Licht

Mélanie Boisvert, Sopran
Olivia Vermeulen, Mezzosopran
Christina Daletska, Alt
Lionel Peintre, Bariton
Niels Bormann | Katharina Schubert, Schauspieler

Vocal Quartett Croation
Natonal Theater Zagreb
United Instruments of Lucilin

Julien Leroy, Musikalische Leitung
Nicolas Stemann, Regie
Elfriede Jelinek, Text

MEHR INFORMATION & TICKETS
 

KONTAKT

Vertretung: Welt

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